Welcome to 
Fridos Friends

Wir ermöglichen Bildung für junge Menschen in Uganda – im Andenken an unseren Mentor, Pater Frido Pflüger 

Wer wir sind
und was wir tun

Herzlich willkommen bei Fridos Friends e.V., dem Zusammenschluss einiger ehemaliger Schüler des Kolleg St. Blasien, Abiturjahrgang 1985.
Im Jahr 2024 haben wir uns entschieden, die Arbeit von Pater Fridolin „Frido“ Pflüger SJ in Uganda weiterzuführen – vor allem seine Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsregionen mit dem klaren Schwerpunkt auf Bildung.

Frido Pflüger war unser Lehrer, die Verbindung zu ihm ist nie abgebrochen, er ist ein großartiger Mensch, ein guter Zuhörer und Seelsorger gewesen, der eine nie versiegende Quelle von Idee und Energie war. Ein Optimist und Helfer, wo er gebraucht wurde.

Im Jahr 2024 hatten wir uns spontan entschieden, die Arbeit von Pater Fridolin „Frido“ Pflüger SJ in Uganda weiterzuführen – vor allem seine Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsregionen mit dem klaren Schwerpunkt auf Bildung.
Bild: JRS
Uganda beherbergt derzeit fast 2 Millionen Flüchtlinge – viele davon aus dem Südsudan. Adjumani, ein Distrikt im Norden Ugandas, ist eine der größten Aufnahmeregionen. Für viele Kinder, insbesondere Mädchen, bedeutet das Leben in Flüchtlingscamps jedoch: keine Schule, keine Perspektive, keine Kindheit.

In der dortigen Kultur ist es immer noch üblich, dass Mädchen früh verheiratet werden – oft bereits im Alter von 14 bis 16 Jahren. Ein Schulbesuch ist für sie nicht vorgesehen. Die Gründe: Traditionen, Armut, die Hoffnung der Familie auf Brautgeld. Hinzu kommen Tabus rund um Pubertät und Menstruation, fehlende Schulmaterialien und überlastete Bildungseinrichtungen – verschärft durch den Rückzug internationaler Fördergelder, etwa aus den USA.

Fridos Vermächtnis: Bildung für Mädchen in Adjumani

Unser neues Stipendienprogramm, das im Sinne Fridos die Arbeit in Adjumani fortsetzt, setzt genau hier an: Mädchen erhalten nicht nur Zugang zur Schule, sondern auch einen geschützten Raum, in dem sie lernen, wachsen und sich entfalten können. Die Förderung deckt Schulgebühren, Hygieneartikel, Verpflegung und Betreuung ab. Ältere Mentorinnen begleiten die Mädchen – auch in sensiblen Themen wie Aufklärung, Menstruationshygiene und Berufsperspektiven.

Dank unserer bisherigen Förderung seit Anfang 2025 konnten bereits 12 Kinder – in erster Linie Mädchen, aber auch einige Jungen – ihre Ausbildung in Primar- und Sekundarschule beginnen. Langfristig ist das Ziel einige bis zum Universitätsabschluss zu bringen, anderen sollen Lehren in verschiedenen Bereichen, wie Pflege, Geburtshilfe, Tourismus, oder Verwaltung ermöglicht werden. Das Ziel ist zu fördern, und zu schützen. Die Schule hilft mit der Bewältigung sozialer Zwänge und sondern eröffnet auch berufliche Chancen – für ein Leben mit mehr Selbstbestimmung.

> Eure Hilfe Macht Den Unterschied in Uganda

Schule ist für viele Mädchen (und Jungen) in Adjumani ein Ort der Hoffnung. Ein sicherer Ort. Ein Neuanfang. Helft mit, diese Hoffnung Wirklichkeit werden zu lassen. Mit Eurer Mitgliedschaft oder Eurer Spende ermöglichen Ihr Bildung, helft vor Ausbeutung zu schützen und eröffnen Perspektiven. Werde Teil der Bewegung, die Fridos Vermächtnis weiterleben lässt, macht mit bei Fridos Friends e.V. – gemeinsam verändern wir Leben.

>  was Eure Hilfe bewirkt:

Grace war 15, als sie beinahe verheiratet wurde. Ihre Familie war unter Druck, ein Mann hatte bereits gezahlt. Doch durch das Stipendium konnte sie in der Schule bleiben. Heute ist sie Klassensprecherin, sie träumt von einem Beruf als Hebamme – und davon, später anderen Mädchen zu helfen, ihren Weg zu gehen. Ihre Augen leuchten, wenn sie von ihrer Zukunft spricht.


Mary floh mit ihrer Großmutter aus dem Südsudan. Sie hatte nie eine Schule besucht, konnte nicht schreiben, nicht lesen. Heute ist sie eine der besten Schülerinnen ihres Jahrgangs. Ihre Lieblingsfächer: Mathematik und Biologie. Wenn sie morgens ihre Schuluniform anzieht, sagt sie: 'Ich gehöre dazu.' Das verdankt sie Euch.


Wie wir arbeiten

Aktuell kooperieren wir mit dem Jesuit Refugee Service (JRS) in Uganda.
Der JRS wählt vor Ort diejenigen aus, die wirklich Unterstützung benötigen. Die aktuelle Gruppe umfasst 12 Kinder und Jugendliche. Die Zusammenarbeit mit dem JRS sorgt auch dafür, dass die Spendengelder unmittelbar für die Schulstipendien eingesetzt werden. Verwaltungskosten fallen somit nicht an.

Die Kosten liegen bei rund 900€ pro Jahr und Kind – inklusive Schulgebühren und Internatsplatz. Der JRS achtet auch auf unseren Wunsch hin darauf, dass Eltern, wenn möglich, einen kleinen Eigenanteil beisteuern. Das stärkt die Verantwortung vor Ort.

Alle Spenden an Fridos Friends e.V. fließen vollständig in die Förderung der Schülerinnen und Schüler. Die Verwaltungskosten decken wir als Gründungsmitglieder selbst.

Mittelfristig wollen wir die Durchführung des Programms unabhängig gestalten, bleiben aber eng mit den Strukturen des JRS in Uganda verbunden.

Die meistens wissen es: Pater Frido Pflüger ist 2021 in Uganda mit 74 Jahren gestorben. Er hat dort über viele Jahre Bildungsprojekte aufgebaut und begleitet, zuletzt in Adjumani im Norden des Landes.

Mit dem Verein können wir alle dafür sorgen, dass diese Arbeit nicht einfach endet.

Pater Frido Pflüger SJ

1947 - 2021

Bild: JRS
  • Frühe Jahre & Berufung

    Fridolin „Frido“ Pflüger SJ wurde am 18. Februar 1947 in Albbruck (Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg) geboren. Nach seinem Abitur trat er am 13. Juni 1966 in den Jesuitenorden ein. Sein Studium führte ihn durch Philosophie und Theologie in Pullach, Innsbruck und Tübingen. Am 2. Oktober 1976 wurde er in München zum Priester geweiht.

    Er entschied sich bewusst, den Weg der Bildung zu gehen – zunächst als Lehrer und Erzieher am Kolleg St. Blasien im Schwarzwald, von 1971–1973 als Mathematiklehrer und Erzieher. Anschließend absolvierte er von 1975–1981 in Tübingen ein Zweitstudium in Mathematik und Physik.
  • Sein Weg nach Afrika

    Sein Engagement weitete sich aus: Bereits während seines Tertiats 1986/87 auf den Philippinen lebte er drei Monate im Flüchtlingslager Bataan und arbeitete dort mit Geflüchteten („boat people“). Diese Erfahrung prägte ihn: nicht nur als Lehrer, sondern als Begleiter – „side by side“ mit Menschen in existenzieller Not.

    Von 2003 bis 2006 arbeitete er im Norden Ugandas, in der Region um Adjumani, wo zehntausende Flüchtlinge aus dem Südsudan aufgenommen wurden. Dort setzte er sich für Bildungs- und Gemeinschaftsprojekte ein. Danach leitete er von 2008 bis 2012 als Regionaldirektor den Jesuit Refugee Service (JRS) Ostafrika – mit Verantwortung für Länder wie Uganda, Kenia, Süd-Sudan. Im Oktober 2018 übernahm er erneut die Leitung von JRS Uganda als Country Director.
  • Pädagoge und Schulleiter

    Nach seinem Studium kehrte er zurück nach St. Blasien und unterrichtete Mathematik, Physik und Astronomie. Von 1988 war er stellvertretender Schulleiter am Kolleg St. Blasien. Ab August 1992 half er beim Wiederaufbau des katholischen St. Benno-Gymnasiums in Dresden; von 1994 bis 2003 war er dort Schulleiter.

    In dieser Zeit verband er professionelle Leitung mit einem klaren bildungsethischen Ansatz: „Bildung ist mehr als Wissensvermittlung – sie ist Dienst am Menschen, an seiner Würde und seiner Chance“.
  • Sein Vermächtnis

    Am 19./20. Juni 2021 verstarb Pater Frido Pflüger SJ in Kampala, Uganda, an den Folgen einer Covid-19-Infektion, am Vorabend des Weltflüchtlingstags. Seine letzten Jahre waren geprägt von der Pandemie und besonderen Herausforderungen – doch sein Augenmerk blieb auf denjenigen, die am meisten auf Unterstützung angewiesen sind.

    Sein Wirken hinterlässt sichtbare Spuren: In Adjumani wird eine Bibliothek im Gedenken an ihn errichtet; sein Ansatz der Bildung als Hoffnung bleibt Vorbild. Viele seiner Kolleg*innen beschreiben ihn als jemand mit großem Herzen, klaren Worten und unerschütterlicher Solidarität.
  • Seine Haltung

    Pater Frido war bekannt für:
    – Begleitung statt reiner Hilfe: Er betonte, mit den Menschen zu arbeiten, nicht nur für sie.
    – Bildung als zentrale Kraft: Für ihn war Schule, Unterricht, Bibliothek nicht Luxus, sondern urelementar.
    – Bescheidenheit und Delegation: Er war kein Bürokrat, sondern jemand, der Freiheit gab und auf Teamarbeit setzte.
    – Globale Verantwortung verbunden mit lokaler Präsenz: Er arbeitete sowohl in Deutschland als Schulleiter und Leiter von JRS Deutschland als auch in Uganda 
    – und war dabei stets nah an den Menschen.

Unterstütze Fridos Friends!

Sämtliche Spenden an Fridos Friends e.V. fließen vollständig in die Förderung der Schülerinnen und Schüler.
Fridos Friends e.V.
DE44 6805 2230 0000 2055 26
BIC SOLADES1STB
Sparkasse St. Blasien
Für Spendenquittungen bitte eine Mail mit Name und Anschrift an lorenz@fridosfriends.de  und für Spenden bis 300€ reicht eurem Finanzamt der Kontoauszug.
Steuernummer:
218/5755/1541 VSt8
Gemeinnützigkeit
Das Finanzamt Köln Ost bestätigt, dass Fridos Friends e.V. die satzungsmäßige Voraussetzung nach §§51,59,60 und 61 AO einhält und bestätigt die Gemeinnützigkeit des e.V.


Warum sein Leben uns verbindet

Wir sind ehemalige Internatsschüler des Kolleg St. Blasien – eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Wurzeln und wir erinnern uns an Frido als Lehrer, Mentor und Wegbegleiter. Seine Lebenslinie spiegelt unseren Wunsch wider: Bildung ermöglichen, Perspektiven öffnen, Verbundenheit leben.

Mit Fridos Friends e.V. setzen wir genau hier an – im Geist von Pater Pflüger.

Sein Leben ist nicht abgeschlossen mit seinem Tod – vielmehr lebt es weiter durch jene, denen er Bildung geschenkt hat, und durch uns, die seinen Namen zu einem Zeichen der Hoffnung machen.

Wir laden euch herzlich ein: 
Werdet Teil dieser Bewegung.

Unterstützt Fridos Friends e.V. – im Gedenken an Pater Frido Pflüger SJ.

Wir können etwas zurückgeben und seine Idee und Haltung weiterleben lassen - im Dienst an jungen Menschen in Uganda, und im Bewusstsein, dass Bildung Lebenswege verändert.

Gemeinsam tragen wir Hoffnung weiter.

Fridos Friends